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Lebensfragen

Der „Weg“-Bibelkurs

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Mein Leben wird
heil und neu
1
Der Weg zu Gott ist frei
1
Als Johannes am nächsten Tag Jesus auf sich zu- In dem Bild von Jesus als (wörtlich)
»Lamm Gottes« mischt sich das Bild von
kommen sah, sagte er: »Seht dort das Opferlamm1 dem geduldig (und stellvertretend) lei-
Gottes, das die Schuld der ganzen Welt wegnimmt.« denden Lamm aus Jes 53,4-7 mit dem
(Johannes 1,29) Bild von Jesus als dem neutestamentli-
chen Passalamm (1Kor 5,7; 1Petr 1,19).
4,1) Wessen Sünde trug Jesus nach Johannes 1,29?
Jesus hat sich für die Sünde aller Menschen an das Kreuz schla-
gen lassen. Er ist also auch für Sie, liebe Leserin, lieber Leser,
gestorben. Dadurch hat Gott die Brücke zu uns Menschen
neu gebaut, die wir zerstört hatten.
So steht der Weg zu Gott jetzt jedem Menschen offen. Gott
möchte jeden Menschen retten. Der Vater in der Geschichte
Lukas 15,11-242 sucht jeden Tag mit seinen Augen in der Fer-
ne, ob er seinen Sohn nicht zurückkommen sieht. So sehr war-
tet Gott auch auf unsere Rückkehr.
2
siehe Seite 4
So ist es gut und gefällt Gott, unserem Retter. Er will,
dass alle Menschen zur Erkenntnis der Wahrheit kom-
men und gerettet werden. (1. Timotheus 2, 3+4)
4,2) Was wird in 1.Timotheus 2, 3+4 von Gott gesagt?
Damit, dass Gott uns helfen will, sind wir noch nicht gerettet.
Wir werden nicht automatisch gerettet oder sogar gegen unse-
ren Willen. Wir Menschen sind wie Ertrinkende, denen der
Kapitän (Gott) vom Schiff aus einen Rettungsring (Jesus) zu-
wirft.
4,3) Was wird man tun, um durch den Rettungsring ge-
rettet zu werden?
Um gerettet zu werden, halten wir uns an Jesus fest.
Wir vertrauen uns ihm im Glauben an. Wir müssen die Verbin-
dung mit ihm suchen.
Jesus sagte: »Ich bin der Weg, denn ich bin die
Wahrheit und das Leben. Einen anderen Weg zum
Vater gibt es nicht. (Johannes 14,6)
4,4) Warum ist Jesus nach Johannes 14,6 der einzige
Weg zu Gott, warum kann nur er uns retten?
Jesus Christus und sonst niemand kann die Rettung
bringen. Auf der ganzen Welt hat Gott keinen ande-
ren Namen bekannt gemacht, durch den wir gerettet
werden könnten. (Apostelgeschichte 4,12)
Manche Menschen sagen: „Es ist egal, ob ich Christ, Moslem
oder Buddhist bin.“
4,5) Was sagen Sie dazu?

2
Wir brauchen Jesus, wenn wir zu Gott kommen wol-
len. Nur er kann unsere Sünde, die uns von Gott trennt, be-
seitigen. Was er am Kreuz für alle Menschen erworben hat -
Vergebung der Sünden und Sieg über die Sünde -, das wird
für uns nur dann wirksam, wenn wir es für uns ganz persönlich
annehmen - sonst hat es für uns keine Bedeutung.

Wollen Sie es wagen?


Wenn Sie sich entschlossen haben, zu Gott umzukehren, soll-
ten Sie diesen Schritt nicht aufschieben. Das bedeutet: Sie ver-
binden sich mit Jesus, indem Sie ihm Glauben schenken und
ihm vertrauen. Sie bitten Jesus, Ihnen die Sünden Ihres
bisherigen Lebens zu vergeben. Und Sie bitten ihn um
Hilfe, damit Sie ein Leben nach dem Willen Gottes
führen können.
Indem Sie diesen Schritt tun, werden Sie wirkliche Gemein-
schaft mit Gott haben. Die Sünde, die Sie bisher von Gott 3
Seinen Willen finden wir in der Bibel
trennte, hat Jesus weggenommen. Fangen Sie sofort an, aufgeschrieben (vgl. z.B. die Zehn Ge-
Gott zu gehorchen3 . Das wird nicht immer leicht sein. Aber bote 2.Mose 20 oder das Doppelgebot
der Liebe in Matth. 22,37-40)
Jesus hilft Ihnen dabei. Und Gott hat Geduld mit Ihnen.
Aber allen, die ihn aufnahmen 4
4 Glaube bedeutet in der Bibel das uner-
und ihm Glauben schenkten, schütterliche Vertrauen auf Gott und sei-
verlieh er das Recht, ne Heilszusagen. Dieses Heil, dass
Kinder Gottes zu werden. (Johannes 1,12) Jesus in Person ist, muss in entschiede-
nem Vertrauen angenommen werden.
4,6) In Johannes 1,12 wird gesagt, wie wir Menschen zu
Gott kommen (mit „ihn“ ist Jesus gemeint): Wie wird
hier von unserer Verbindung mit Jesus gesprochen und
wie von unserer Gemeinschaft mit Gott?
Gott macht Ihnen ein großartiges Angebot. Er möchte Sie als
Kind in seine Familie aufnehmen. Sie können aus dem Tod
ins Leben eingehen und ein neues, ewiges Leben aus Gott
bekommen. Gott kann Ihr Helfer in allen Schwierigkeiten Ih-
res Alltags werden. Freude kann in Ihr Leben einziehen. Sie
brauchen Gottes Gericht über Ihr Leben nach Ihrem Tod nicht
mehr zu fürchten.
Vielleicht sagen Sie: „Mir geht es auch ohne Gott im Leben
gut. Und mit Gott kann ich nicht mehr alles tun, was ich jetzt
tue. Warum sollte ich also zu Gott umkehren?“
Sehen Sie sich doch eine Rose in einer Vase an. Sie blüht schön
und duftet wunderbar. Und doch ist sie nach kurzer Zeit welk
und tot, weil ihr die Verbindung zur Wurzel fehlt. So geht es
allen Menschen, denen die Verbindung zur „Wurzel“ ihres Le-
bens, zu Gott, fehlt. Auch wenn es Ihnen jetzt gut geht - früher
oder später werden Sie sterben. Ihr Geld und Besitz nützt Ih-
3
nen dann nichts mehr. Und nach dem Tod wartet Gottes Ge-
richt auf Sie.
Was hat ein Mensch davon, wenn er die ganze Welt
gewinnt, aber zuletzt sein Leben verliert? Womit will
er es dann zurückkaufen? (Matthäus 16,26)
4,7) Was ist nach Matthäus 16,26 unser wichtigster Be-
sitz, für den wir am besten sorgen sollten?
5 5
Jesus kommt mit den Engeln ... und in loderndem lodern: mit großen und hohen Flammen
brennen
Feuer, um Vergeltung zu üben an allen, die Gott nicht 6
das Verderben: Ruin, Untergang
ehren und die Gute Nachricht von Jesus, unserem
Herrn, nicht gehorsam annehmen. Als Strafe verhängt
der Herr in seiner Macht und Herrlichkeit ewiges
6
Verderben über sie. (2.Thessalonicher 1,8-9)
4,8) Was erwartet die Menschen, die nicht auf Jesus
hören?
Menschen, die ohne Jesus leben, befinden sich auf dem Weg,
der in das Verderben führt. Sie brauchen Errettung.
Jesus sagte: „Geht durch die enge Tür! Denn das
Tor, das ins Verderben führt, ist breit und die Straße
dorthin bequem. Viele sind auf ihr unterwegs. Aber
die Tür, die zum Leben führt, ist eng und der Weg
dorthin anstrengend. Nur wenige gehen ihn.“
(Matthäus. 7, 13-14)
4,9) Wohin führt der breite Weg? Wohin führt der schma-
le Weg?
4,10) Was muss ein Mensch tun, um von dem breiten auf
den schmalen Weg zu wechseln?
Wenn ein Mensch sich bekehrt, hat er erkannt, dass er ohne
Jesus verloren ist. Er wendet sich von seinem alten Leben ab
und kommt zu Jesus, damit der ihm seine Schuld vergibt und
ihn zu einem Kind Gottes macht. Für ihn beginnt ein neues
Leben. Er ist gerettet.
4,11) Auf welchem Weg befinden Sie sich?

Der Vater und seine zwei Söhne


Jesus erzählte einmal eine Geschichte: »Ein Mann
hatte zwei Söhne. Der jüngere sagte: ‘Vater, gib mir
den Teil der Erbschaft, der mir zusteht!’ Da teilte der
Vater seinen Besitz unter die beiden auf. Nach ein 7
in Saus und Braus leben: in üppiges
paar Tagen machte der jüngere Sohn seinen ganzen oder verschwenderisches Leben führen
Anteil zu Geld und zog weit weg in die Fremde. Dort 8
verjubeln: verschwenden, verprassen
7 8
lebte er in Saus und Braus und verjubelte alles.
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Als er nichts mehr hatte, brach in jenem Land eine
große Hungersnot aus; da ging es ihm schlecht. Er
hängte sich an einen Bürger des Landes, der schickte
ihn aufs Feld zum Schweinehüten. Er war so hung-
rig, dass er auch mit dem Schweinefutter zufrieden
gewesen wäre; aber er bekam nichts davon.
Endlich ging er in sich und sagte: ‘Mein Vater hat so
viele Arbeiter, die bekommen alle mehr, als sie es- 9
9 umkommen: sterben
sen können, und ich komme hier um vor Hunger.
Ich will zu meinem Vater gehen und zu ihm sagen:
,Vater, ich bin vor Gott und vor dir schuldig gewor-
den; ich bin es nicht mehr wert, dein Sohn zu sein.
Nimm mich als einen deiner Arbeiter in Dienst!’
So machte er sich auf den Weg zu seinem Vater. Er
war noch ein gutes Stück vom Haus entfernt, da sah
ihn schon sein Vater kommen, und das Mitleid er-
griff ihn. Er lief ihm entgegen, fiel ihm um den Hals
und überhäufte ihn mit Küssen. ‘Vater’, sagte der
Sohn, ‘ich bin vor Gott und vor dir schuldig gewor-
den, ich bin es nicht mehr wert, dein Sohn zu sein!’
Aber der Vater rief seinen Dienern zu: ‘Schnell, holt
das beste Kleid für ihn, steckt ihm einen Ring an
den Finger und bringt ihm Schuhe! Holt das Mast- 10
das Mastkalb: das fett gefütterte Kalb
10
kalb und schlachtet es! Wir wollen ein Fest feiern zum Schlachten
und uns freuen! Denn mein Sohn hier war tot, jetzt lebt
er wieder. Er war verloren, jetzt ist er wiedergefunden.‘
Und sie begannen zu feiern. (Lukas 15, 11-24)
Mit dieser Geschichte will Jesus uns zeigen, wie sehr Gott uns
liebt und wie sehr er sich nach Gemeinschaft mit uns sehnt.
Aber das allein genügt nicht. Der von zu Hause weggelaufene
Sohn kam zu seinem Vater zurück. Er bat ihn um Vergebung
für sein Weglaufen. Der Vater nahm ihn liebevoll auf und setz-
te ihn wieder in seine Rechte als Sohn ein. Sonst wäre er bei
den Schweinen umgekommen.
Denken Sie noch einmal über die Geschichte vom „ver-
lorenen Sohn“ nach. Versetzen Sie sich einmal in die
Situation des Vaters und auch des Sohnes. Was wür-
den Sie getan haben? Sind Sie auch ein „verlorener
Sohn“ oder eine „verlorene Tochter“?
Vielleicht haben Sie schlechte Erfahrungen mit Menschen ge-
macht, die sich „Christen“ nennen. Leider leben manche Chris-
ten nicht so, wie Gott es will. Aber Sie werden hoffentlich auch
Christen begegnen, die Jesus treu nachfolgen.
Die Wahrheit des Wortes Gottes hängt nicht vom Verhalten
derer ab, die sich Christen nennen. So hindern uns auch ge-
5
fälschte Geldscheine nicht, die richtigen zu gebrauchen. Nicht
Menschen sind wichtig, sondern Gott. Deshalb sollten Sie sich
nicht von Menschen abhängig machen, sondern allein von Gott.
Gott wartet gerade auch auf Sie. Vertrauen Sie sich ihm doch an!

Der Schritt zu Gott


Gott zwingt niemanden, an ihn zu glauben. Und er möchte,
dass wir uns diesen Schritt gut überlegen. Wollen wir es wirk-
lich? Und haben wir auch die Konsequenzen überlegt? Jesus
nachzufolgen heißt, dass wir nicht mehr selber über unser Le-
ben bestimmen. Wir wollen von nun an tun, was Gott uns sagt.
Jesus folgen heißt, ihm das Kreuz nachtragen.
Dann sagte Jesus zu seinen Jüngern: „Wer mir fol-
gen will, muss sich und seine Wünsche aufgeben,
sein Kreuz auf sich nehmen und auf meinem Weg
hinter mir hergehen.“ (Matthäus 16,24)
4,12) Sind Sie bereit, Jesus nachzufolgen?
Aber auch wenn Jesus nachzufolgen nicht immer einfach ist,
so lohnt es sich doch! Wir gewinnen viel mehr, als wir herge-
ben: ewiges, erfülltes Leben und Freude!
Wenn Sie nun den Schritt zu Gott wagen wollen, ist es gut,
wenn Sie es selbst Jesus mit Ihren eigenen Worten sagen. Es
ist eine Hilfe, wenn Sie das vor einem anderen Christen als
Zeugen tun. Das wird Ihnen helfen, treu zu bleiben, wenn Zwei-
fel in Ihnen aufkommen, ob Sie wirklich zur Familie Gottes
gehören. Wenn Sie diesen Schritt ohne menschliche Zeugen
tun, ist er aber natürlich ebenso gültig.
So können Sie beten:
„Vater im Himmel! Ich bin von dir weggelaufen. Ich habe ohne
dich gelebt. Ich habe vieles getan, was dir nicht gefällt. Ich weiß,
dass das Sünde ist. Aber ich komme jetzt zu dir zurück. Ich will
dir gehören, jetzt und für immer.
Deshalb bitte ich dich im Namen von Jesus Christus: Vergib
mir alle meine Schuld. Alles in meinem Leben, was vor dir
nicht bestehen kann. Jesus ist ja auch für meine Sünden am
Kreuz gestorben. Komme du in mein Leben und sei von jetzt
an mein Herr. Verändere es so, wie du es haben willst. Hilf mir,
auf dich zu hören und dir in allem zu gehorchen.
Ich danke dir, Vater im Himmel, dass ich durch Jesus Christus
zu dir zurückkommen darf. Amen.“
Wahrscheinlich haben Sie nach diesem Gebet nichts Beson-
deres gespürt. Aber wenn Sie das Gebet ehrlich und aufrichtig
gesprochen haben, ist trotzdem etwas ganz Wichtiges passiert:
6
Jesus Christus ist in Ihr Leben gekommen, und Sie sind nun
ein Kind Gottes!
Gebt Acht, ich stehe vor der Tür und klopfe an! Wenn
jemand meine Stimme hört und öffnet, werde ich bei
ihm einkehren. Ich werde mit ihm das Mahl halten
und er mit mir. (Offenbarung 3,20)
4,13) Was ist nach Offenbarung 3,20 durch dies Gebet
in Ihrem Leben anders geworden? Was könnte „das
Mahl halten“ (mit jemand gemeinsam essen) bedeuten?
Verstehen Sie, was es heißt, Gottes Kind zu sein? Haben
Sie Jesus in Ihr Leben eingeladen oder gibt es noch Din-
ge, die Sie davon abhalten? Wenn Sie möchten, schrei-
ben Sie uns, wie Sie jetzt zu Gott und Jesus stehen und
welche Fragen Sie noch bewegen!

Jesus, mein Herr – Gott, mein Vater


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Wenn Sie Jesus eingeladen haben, ist er jetzt in Ihrem Leben. Der Heilige Geist ist eine Person der
Gottheit, der Jesus auf dieser Erde „ver-
Er hat versprochen, zu Ihnen zu kommen, wenn Sie ihn dar- tritt“ (vgl. Joh. 14,26; 16,15) und ihn ver-
um bitten. Durch seinen Heiligen Geist11 lebt Jesus jetzt herrlicht (Joh. 16,13-14. Er lebt in jedem
in Ihnen und will Ihr Leben leiten. Er will der Mittelpunkt Menschen, der Jesus Christus in sein
Leben eingelassen hat und durch ihn
Ihres Lebens werden. Sie sind ein Christ geworden (jemand, Vergebung der Schuld und ein neues
der Christus in sein Leben aufgenommen hat), ein Jünger Leben bekommen hat. Er befähigt uns
Jesu, der sich bei allem, was er tut, fragt: „Was würde Jesus zum Zeugnis für Jesus (Apg. 1,8), über-
führt den Sünder (Joh. 16,8+9), bewirkt
an meiner Stelle tun?“. die Wiedergeburt (Joh. 3,5-6), schenkt
uns Heilsgewissheit (Römer 8,16); gibt
Darum lebe nun nicht mehr ich, sondern Christus uns Sieg (Galater. 5,16), wirkt Frucht (Ga-
lebt in mir. Das Leben, das ich jetzt noch in diesem later 5,22-23), schenkt uns (Geistes-)Ga-
vergänglichen Körper lebe, lebe ich im Vertrauen auf ben (1. Kor 12,7-11), hilft uns im Gebet
(Römer 8,26) und leitet uns (vgl. Joh.,
den Sohn Gottes, der mir seine Liebe erwiesen und 16,13; Apg. 13,4).
sein Leben für mich gegeben hat. (Galater 2,20)
4,14) Lesen Sie, was Paulus Galater 2,20 von sich sagt.
Lebt in Paulus nun Paulus oder Christus?
Wenn also ein Mensch zu Christus gehört, ist er
schon »neue Schöpfung«. Was er früher war, ist
vorbei; etwas ganz Neues hat begonnen. (2. Kor. 5,17)
4,15) Was ist nach 2.Korinther 5,17 mit einem Menschen
geschehen, der an Jesus glaubt?
So sind auch Sie ein neuer Mensch geworden, wie ein neu-
geborenes Kind. Das ist keine Frage des Gefühls, sondern be-
ruht auf dem, was Gott uns in der Bibel sagt. Wenn wir ernst-
haft Jesus in unser Leben eingelassen haben, dann dürfen wir
es glauben. Und sein Heiliger Geist, der in jedem Kind Gottes
lebt, wird es uns bestätigen. Dann können wir als frohe Kinder
Gottes leben.
7
15 Der Geist, den Gott euch gegeben hat, ist ja nicht
ein Sklavengeist, so dass ihr wie früher in Angst le-
ben müsstet. Es ist der Geist, den ihr als seine Söh-
ne und Töchter habt. Von diesem Geist erfüllt rufen
12 12
Abba: Aramäisch »(lieber) Vater«, als
wir zu Gott: »Abba ! Vater!« Anrede im Familienkreis gebraucht.
Jesus verwendete das Wort in der
16 So macht sein Geist uns im Innersten gewiss, Gebetsanrede an Gott (Mk 14,36) und
dass wir Kinder Gottes sind. (Römer 8,15+16) brachte damit die innige Verbundenheit
mit seinem himmlischen Vater zum Aus-
4,16) Was bestätigt uns Gottes Geist? druck. Auch wir dürfen durch Jesus Chris-
tus und durch den Heiligen Geist, Gott
4,17) Haben Sie die Gewissheit, dass Sie ein Kind Got- vertraulich als „Vater“ ansprechen.
tes sind?
Wir können uns nicht selber das Leben schenken. So ist auch
unser neues Leben ein Geschenk von Gott.
8 Eure Rettung ist wirklich reine Gnade, und ihr emp-
fangt sie allein durch den Glauben. Ihr selbst habt
nichts dazu getan, sie ist Gottes Geschenk.
9 Ihr habt sie nicht durch irgendein Tun verdient; denn
niemand soll sich mit irgendetwas rühmen können.
10 Wir sind ganz und gar Gottes Werk. Durch Jesus
Christus hat er uns so geschaffen, dass wir nun Gu-
tes tun können. Er hat sogar unsere guten Taten im
Voraus geschaffen, damit sie nun in unserem Leben
Wirklichkeit werden. (Epheser 2,8-10)
4,18) Lesen Sie Epheser 2,8-10: Erklären Sie das Wort
„Gnade“ in Vers 8.
Wie aber zeigt sich, dass unser Leben neu geworden ist?
Menschen ohne Gott leben nicht so, wie Gott es will. Die ver-
schiedenen Bereiche ihres Lebens (Arbeit, Familie, Freizeit, Geld
usw.) sind in Unordnung (linker Kreis). Dadurch ist oft viel Not
in ihrem Leben. Wenn Jesus in unser Leben kommt, schenkt
er uns durch seinen Geist die Kraft, die verschiedenen Berei-
che unseres Lebens in Ordnung zu bringen (rechter Kreis).
Dadurch kommt Sicherheit und Freude in unser Leben.
Brüder, ihr habt von uns gelernt, wie ihr leben sollt,
um Gott zu gefallen; und ihr lebt auch schon so. Nun
bitten und ermahnen wir euch im Namen von Jesus,
dem Herrn, dass ihr darin auch weiterhin Fortschrit-
te macht. (1. Thessalonicher 4,1)
4,19) Welche Aufgabe haben wir nach 1.Thessalonicher
4,1 als Christen?
Ein Kind wächst sehr langsam. Oft sieht man gar nicht,
dass es wächst. So lernen wir als Christen oft nur langsam Glau-
ben, Liebe, Ehrlichkeit, Hilfsbereitschaft, Selbstbeherrschung
8
usw. Wir werden noch oft die früheren bösen Dinge tun. Wir
werden noch oft selber bestimmen wollen, was wir tun (der
Kreis am Rand).
Meine ganze Schuld hat er mir vergeben,
von aller Krankheit hat er mich geheilt. (Psalm 103,3)
4,20) Was dürfen wir nach Psalm 103,3 von Gott wissen,
wenn wir als Christen gesündigt haben?
Wie Kinder werden auch wir in allem guten Tun immer mehr
wachsen.
Mit Jesus in unserem Leben haben wir auch eine neue Be-
ziehung zu Gott.
Aber allen, die ihn aufnahmen
und ihm Glauben schenkten,
verlieh er das Recht,
Kinder Gottes zu werden. (Johannes 1,12)
4,21) Was wird Gott für uns nach Johannes 1,12, wenn
wir Jesus in unser Leben aufnehmen?
Gott, der Vater im Himmel, ist frei von den Fehlern, die mensch-
liche Väter haben. Er ist der gütigste, liebevollste und weiseste
Vater. Dieser Gott ist durch Jesus unser Vater.
Sind Sie sich bewusst, was das für ein Wunder ist? Zu dem
allmächtigen, ewigen Gott, vor dem jeder Mensch nur wie ein
Staubkorn ist, dürfen wir „Vater“ sagen!
4,22) Lesen Sie noch einmal Römer 8,15: Müssen wir
als Christen Gott fürchten?
Vor Gott brauchen wir keine Angst mehr zu haben und ihn als
unseren Richter fürchten. Fürchten müssen ihn nur die Men-
schen, die ihn nicht durch Jesus zum Vater haben. Wir sollten
Gott aber mit Achtung und demütiger Ehrfurcht begegnen.
Seht doch, wie sehr uns der Vater geliebt hat! Seine
Liebe ist so groß, dass er uns seine Kinder nennt.
Und wir sind es wirklich: Gottes Kinder!
(1. Johannes 3,1a)
4,23) Lesen Sie 1.Johannes 3,1a: Welches ist das Motiv
dafür, dass Gott uns seine Kinder nennen will und wir
auch seine Kinder sind - und er unser Vater ist?
Wir dürfen Gott deshalb immer vertrauen. Ein rechter
Vater lässt seine Kinder niemals allein. Darum können wir als
Christen zuversichtlich unseren Weg durch das Leben gehen.

9
Zum Christsein gehört
Glaube und Taufe
Wenn jemand zu Gott kommt, lässt er sich taufen. Taufen
bedeutet in Wasser „eintauchen“ oder „untertauchen“.
18 Jesus trat auf sie zu und sagte: »Gott hat mir
unbeschränkte Vollmacht im Himmel und auf der Erde
gegeben.
19 Darum geht nun zu allen Völkern der Welt und
macht die Menschen zu meinen Jüngern und Jünge-
rinnen!
13 13
Tauft sie im Namen des Vaters und des Sohnes Jesus Christus, der Sohn Gottes
und des Heiligen Geistes,
20 und lehrt sie, alles zu befolgen, was ich euch auf-
getragen habe.
Und das sollt ihr wissen: Ich bin immer bei euch, je-
den Tag, bis zum Ende der Welt.«
(Matthäus 28,18-20)

4,24) Lesen Sie Matthäus 28,18-20: Warum taufen wir


jemand, der Christ wird?

3 Ihr müsst euch doch darüber im Klaren sein, was


bei der Taufe mit euch geschehen ist. Wir alle, die
»in Jesus Christus hinein« getauft wurden, sind da-
mit in seinen Tod hineingetauft, ja hineingetaucht
worden.
4 Durch diese Taufe wurden wir auch zusammen mit
ihm begraben. Und wie Christus durch die Lebens-
macht Gottes, des Vaters, vom Tod auferweckt wur-
de, so ist uns ein neues Leben geschenkt worden, in
dem wir nun auch leben sollen. (Römer 6,3-4)

4,25) Was bedeutet die Taufe nach Römer 6,3-4?

Die Taufe hat zwei Seiten, eine unsichtbar-göttliche und


eine menschlich-sichtbare. Die Taufe ist Gottes Bund
mit uns und unser Bund mit Gott. Deshalb bekennen wir
uns durch unsere Taufe öffentlich zu Christus. Wir bezeugen
durch die Taufe, dass wir Jünger Jesu und Christen geworden
sind, die zur weltweiten Gemeinde von Christus (und zugleich
zur konkreten christlichen Gemeinde am Ort) gehören.

Gleichzeitig sagt uns aber auch Jesus durch die Taufe: „Ich
vergebe dir dein altes, sündiges Leben. Es ist „tot“. Ja, noch
mehr: So wie ich aus dem Grab aufgestanden bin, so hast du
ein neues, ewiges, also immer währendes Leben geschenkt
bekommen!“
10
14 14
Der Synagogenvorsteher Krispus kam zum Glau- Die Synagoge ist die Versammlungs-
stätte jüdischer Gemeinden, wo am Sab-
ben an Jesus als den Herrn und mit ihm seine ganze bat ein Wortgottesdienst mit Gebet,
Hausgemeinschaft. Viele in Korinth, die davon er- Schriftlesung, Predigt und abschließen-
fuhren, kamen ebenfalls zum Glauben und ließen dem Segen abgehalten wird. Der
Synagogenvorsteher hatte für die ord-
sich taufen. (Apostelgeschichte 18,8) nungsgemäße Abwicklung des
Synagogengottesdienstes zu sorgen.
4,26) Was geht nach Apostelgeschichte 18,8 der Taufe
voraus?
Was folgt nach Matthäus 28,19-20 auf die Taufe?

Vielleicht sind Sie schon als Kind getauft worden. Ein Kind
versteht noch nicht, was in der Taufe geschieht. Wenn Sie dann
später bewusst zu Jesus kommen und Christ werden, fragen
Sie sich vielleicht: Wie ist das jetzt mit meiner Taufe? Hier ha-
ben auch Christen verschiedene Meinungen, die uns aber nicht
trennen sollten. Die Art und der Zeitpunkt der Taufe ist nicht
so entscheidend wie dies eine, dass Glaube und Taufe zusam-
menwirken, dass der Glaubende jeden Tag seine Taufe „lebt“.
Nach allem, was wir wissen, wurde in der Bibel nur getauft, 15
Die Taufe geschah normalerweise
wer an Jesus Christus glaubt15 . Wenn Sie schon getauft durch Untertauchen des ganzen Men-
schen im Wasser. Sie war auch Voraus-
sind, dann dürfen Sie diese Taufe als die eine Taufe, die alle setzung, um in die Gemeinde aufgenom-
Christen verbindet, bewusst annehmen und ernstnehmen men zu werden.
(Eph.4,5). Wenn Sie sich aber noch einmal, oder auch zum
ersten Mal, taufen lassen wollen, dann tun Sie dies mit frohem
Herzen als ein Bekenntnis vor Gott und den Menschen. Wich- 16
Vgl. die Aussage von Jesus in Lukas
tig ist aber, dass Sie versuchen vor anderen zu bekennen16 , 9,26: „Wenn jemand nicht den Mut hat,
dass Sie Jesus Christus als Retter angenommen haben.17 sich zu mir und meiner Botschaft zu be-
kennen, dann wird auch der Menschen-
sohn keinen Mut haben, sich zu ihm zu
Wer zum Glauben kommt und sich taufen lässt, wird bekennen, wenn er in seiner Herrlichkeit
gerettet. Wer nicht glaubt, den wird Gott verurteilen. kommt und in der Herrlichkeit des Vaters
(Markus 16,16) und der heiligen Engel.“
17
Wenn es möglich ist, können Sie dies
4,27) Rettet uns die Taufe, wenn wir nicht glauben? auch vor der ganzen Gemeinde sagen.

Die Taufe ist wichtig, wichtiger aber ist der Glaube! Wenn wir
nicht von Herzen an Jesus als den Sohn Gottes glauben, dann
nützt uns auch die Taufe nicht! Die Taufe ist eine Antwort auf
den Glauben.
Wollen Sie sich taufen lassen? Wenn Sie noch Fragen
dazu haben, können Sie uns gerne schreiben.

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Dieser Kurs besteht aus sechs Lektionen:

1. Gibt es Gott?

2. Warum ist so viel Not in der Welt?

3. Jesus Christus, unser Retter

4. Mein Leben wird heil und neu

5. Im Alltag als Christ leben

6. Die Zukunft unserer Welt

Der Bibelkurs wird herausgegeben von:


„Der Weg“, Andoverstraße 77,
47574 Goch, Deutschland
weg@derweg.org
Den Bibelkurs gibt es auch als E-Mail und online im Internet.

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